Rückblick, Teil 3, Zahlen um in der Kneipe mitreden zu können

Spieler

Dauerläufer:

1. Christian Fröhlich, 62 Spiele   2. Joshua Kennedy, 60 Spiele   3. Volker Oppitz, 55 Spiele   … 11. David Solga, 33 Spiele

Torjäger:

1. Klemen Lavric, 17 Tore   2. Joshua Kennedy, 16 Tore   3. Zlatko Dedic, 13 Tore

90 Minuten Bankdrücker:

1. Ignjac Kresic, 24   2. Darko Horvat, 20   3. Oliver Herber, Alexander Schnetzler, 20

Punkttore: (bspw: Tor von Pavel Fort gg Hansa beim 1:1 = 1 Punkt, Tor von Robert Koch gg St. Pauli beim 1:0 = 2 Punkte, 3 Tore von Mickael Poté gg 1860 beim 4:2 = 3 Punkte)

1. Klemen Lavric, 13 Punkte   2. Mickael Poté, 10 Punkte   3. Joshua Kennedy, 8 Punkte

Zu Null Spiele: (nur Torhüter wurden gewertet! Kresic und Horvat teilten sich am 10.02.2006 beim 2:0 gg den TSV 1860 München das “zu Null”, da beide Spieler eine Halbzeit im Tor standen)

1. Ignjac Kresic, 7,5 Spiele   2. Darko Horvat, 5,5 Spiele   3. Benjamin Kirsten, 5 Spiele

Einwechselkönige:

1. Daniel Jules Wansi, 19   2. Pavel Fort, 16   3. Ronny Scholze, 14

Dauerauswechsler:

1. Christian Fröhlich, 25   2. Ansgar Brinkmann, 16   3. Zlatko Dedic, Christian Hauser, Dexter Langen, Filip Trojan, 15

Gelbsünder:

1. Rene Beuchel, 18   2. Karsten Oswald, 16   3. Christian Fröhlich, Dexter Langen, 11  … 6. Romain Bregerie, Robert Koch, 8

Gelb-Rot Sünder:

1. Levente Csik, 2   …

Rotsünder:

1. Rene Beuchel, 2   …

Bösewicht: (gelb = 1 Punkt, gelb-rot= 3 Punkte, rot = 5 Punkte)

1. Rene Beuchel, 28 Punkte   2. Karsten Oswald, 19 Punkte   3. Dexter Langen, 16 Punkte   … 6. Robert Koch, 11 Punkte

Gesamtbilanz:

9 Unentschieden, neuer Höchstwert in einer Saison (bisher 8 )

13 Niederlagen, neuer Bestwert in einer Saison (bisher 15)

50 geschossene Tore, neuer Bestwert in einer Saison (bisher 48)

5 verlorene Spiele nach Führung (bisher 2)

372 Spielminuten ohne Torerfolg (bisher 259 Minuten)

Heimbilanz:

30 geschossene Tore, Rekord von 2004/05 eingestellt

5:1 gegen den Karlsruher SC (29.10.2011) und 4:0 gegen den 1. FC Union Berlin (12.08.2011), neue höchste Heimsiege (bisher 4:1 gegen Eintracht Trier (05.12.2004)

422 420 Zuschauer in 16 Heimspielen (bisheriger Höchstwert 267 347)

24 848 Zuschauer durchschnittlich (bisherige Bestmarke 15 726)

3. Platz Zuschauergunst (bisher war Platz 4 das beste Ergebnis)

Auswärtsbilanz:

16 Punkte, neuer Bestwert in einer Saison (bisher 14)

4 Auswärtssiege in einer Saison (bisher 3) und 2 Auswärtssiege in Folge (bisher 1)

20 geschossene Tore in einer Saison (bisher 18)

4:2 gegen den TSV 1860 München (02.10.2011), 2:0 gegen Eintracht Braunschweig (22.10.2011) und gegen den VfL Bochum (02.03.2012) als weitere höchste Auswärtssiege neben den altbekannten 4:2 gegen Eintracht Trier (15.05.2005) und einem 3:1 gegen den FC Hansa Rostock (14.05.2006)

Rückblick, Teil 2, die Saison

Als am 15.07.2011 das erste Saisonspiel unserer Dynamos beim FC Energie Cottbus angepfiffen wurde, standen mit Florian Jungwirth, Toni Leistner, Sebastian Schuppan, Cristian Fiel und David Solga gerade noch 5 Spieler in der Startelf, die nicht einmal 2 Monate zuvor in Osnabrück den Aufstieg gefiert hatte. Lars Jungnickel, Robert Koch, und Maik Kegel hatten es wenigstens noch auf die Ersatzbank geschafft. Bei ihnen saß mit Sascha Pfeffer ein Spieler, dem nach Aufstieg nahegelegt worden war, sich einen neuen Verein zu suchen. Die Saison begann zeitig, der Kader unvollständig. Ein riskantes Spiel, auf das sich der Verein da einließ. Bis zum Ende der Transferperiode am 31.08.2011 wurden noch 7 Spieler nachverpflichtet, “magathsche” Verhältnisse in Dresden!

Im ersten Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock rumpelte sich Dynamo zu einem 1:1, um dann im DFB-Pokal für die Sensation des Jahres zu sorgen. Dem Hoch folgte schnell ein Tief. Der zahlenmäßig kleine Kader dezimierte sich in Fürth durch 2 rote Karten (sowie einen nicht in meine Statistik eingeflossenen Platzverweis für Trainer Ralf Loose) erheblich. Dynamo hatte nach 3 Spieltagen mit bereits 16 Punkten (Durchschnitt 5,34) einen neuen internen Höchstwert (bisher 13) an Verwarnungen (1 Punkt), gelb-roten (3 Punkte) und roten Karten (5 Punkte) erreicht. Doch es wurde eine faire Saison. Außer dem Spiel in Fürth gab es noch genau eine gelb-rote Karte am 27. Spieltag. Unseren Bestwert hatten wir ein Spiel zuvor, als wir einen Durchschnittswert von genau 2,00 erzielen konnten. Am Ende hat unsere Mannschaft mit 77 Punkten in 34 Spielen (Durchschnitt 2,26) einen neuen niedrigsten Bestwert aufgestellt. Die Zeiten von René Beuchel, der zwischen 2004/06 allein für 28 Punkte (18 gelbe, 2 rote Karten) sorgte, sind vorbei. Fleißigster Sammler ist aktuell Robert Koch (8 gelbe, 1 gelb-rote Karte), mit 11 Punkten liegt er intern auf einem 6. Rang.

Nach der Niederlage in Fürth waren wir das einzigste Mal in dieser Saison auf einem Relegationsrang in Richtung Liga 3 gelandet. Eine Woche später gab die Mannschaft eine eindrucksvolle Vorstellung ab. Am 12.08.2011 wurde der 1. FC Union Berlin mit 4:0 nach Hause geschickt. Dies war bisher unser höchster Heimsieg in der 2. Bundesliga (am 29.10.2011 kam noch ein 5:1 gegen den Karlsruher SC hinzu). Nach diesem Spiel hatte Dynamo Dresden bereits 6 verschiedene Saisontorschützen und noch kaum einer hatte die Namen Mickael Poté und Zlatko Dedic mit Dynamo Dresden in Verbindung gebracht. Mit ihnen begann eine eindrucksvolle Serie, mit der nur Borussia Dortmund mithalten konnte. Nach einem 0:3 in Duisburg schaffte es Dynamo Dresden, in den folgenden 14 Ligaspielen immer mindestens 1 Tor zu erzielen (die bisherige Bestleistung von Dresden in der 2. Bundesliga lag bei 8 Spielen). Doch als Poté und Dedic zum ersten Mal gemeinsam für Dynamo aufliefen, stahl beiden Muhamed Subasic die Show. Der ebenfalls nachverpflichtete Linksverteidiger erzielte gegen den VfL Bochum 2 Tore, ein toller Einstand für einen Defensivspieler!

Unsere Offensive sorgte für viele Highlights. Nach unserem Sieg am 10. Spieltag beim TSV 1860 München hatte mit Romain Bregerie bereits der 11. Feldspieler getroffen Wir hatten an diesem Spieltag bereits mehr verschiedene Torschützen als in der gesamten Saison 2004/05! 16 Saisontreffer nach 10 Spielen waren für uns eine neue Bestleistung in der 2. Bundesliga, die bis zum 13. Spieltag weiter ausgebaut wurde. 24 Treffer bedeuteten einen Schnitt von 1,85 Toren pro Spiel. Mit 33 Toren gingen wir nach 19 Spieltagen in die Winterpause.

In der Rückrunde hatten sich unsere Gegner besser auf unsere Spieler eingestellt. In 15 Spielen erzielten wir 17 Tore, von denen sich Zlatko Dedic (8) und Mickael Poté (4) 12 teilten. Außer ihnen trafen noch Pavel Fort (2), Robert Koch (2) und Sebastian Schuppan (1). Zwischenzeitlich schien es, als ob unsere Mannschaft das Toreschießen ganz eingestellt hätte. 372 Minuten vergingen ohne das ein Tor von Dynamo bejubelt werden durfte. Die bisherige Bestleistung aus der Saison 2005/06 wurde damit um 113 Minuten überboten! Mit insgesamt 50 Saisontoren haben wir trotzdem einen neuen Rekord (bisher 48) aufgestellt. Am Ende trugen sich 12 verschiedene Spieler in die Dynamotorschützenliste ein, der höchste Wert von 14 verschiedenen Torschützen (2005/06) blieb unberührt.

Doch so wie es vorn zeitweise nicht ganz klappte, so wurde es auch hinten richtig spannend. In den ersten 22 Saisonspielen spielte unsere Mannschaft genau 2x zu Null, danach waren es plötzlich 3 Spiele am Stück und plötzlich wackelte die Bestleistung von 313 Minuten, aufgestellt von Ignjac Kresic 2004/05. Doch Eintracht Frankfurt (die einzige Zweitligamannschaft, gegen die wir beide Spiele verloren) kannte keine Gnade uns beendete nach 3 Minuten aufkommende Zahlenspielereien. Am Ende stand die Null bei Benjamin Kirsten 273 Minuten, auch eine gute Leistung!

Während vorn ein neuer Negativrekord geschafft wurde und hinten eine Verbesserung des bisherigen Höchstwertes knapp verpasst wurde, machte Dynamo Dresden noch ganz anders auf sich aufmerksam. Mitten in der Zeit, als die eine Serie dem Ende entgegenging und die andere begann, füllte Dynamo Dresden ein leeres Stadion. Eine tolle Demonstration, dass dieser Verein nicht nur für einige “erlebnisorientierte Vollhonks” steht sondern für viele Menschen mehr ist, als sich mal für 90 Minuten den Frust des Lebens aus der Seele schreien zu können!

Nach hinten hinaus war es eine typische Dynamosaison, in der in der Rückrunde mehr Punkte geholt werden als zu Beginn der Saison. Unter Trainer Ralf Loose hat die Mannschaft 45 Punkte (1,32 Punkte pro Spiel) geholt, genau der Mittelwert zwischen 2004/05 (49) und 2005/06 (41). Er liegt damit zwischen Peter Pacult, der in 18 Spielen 28 Punkte erreichte und Christoph Franke, der in 50 Spielen 62 Punkte holte.

Rückblick, Teil 1, unsere Mannschaft

Die Saison 2011/12 ist vorbei, die ersten Abgänge stehen fest, weitere werden garantiert folgen und daher ist nun Zeit, ein erstes Mal auf die nun vergangene Spielzeit zurück zu  blicken. Beginnen wir mit der Mannschaft.

Unser Trainer Ralf Loose hat in dieser Saison 27 Spieler eingesetzt, von denen 22 mehr als 5 Spiele bestritten haben. Aufgrund der zahlreichen Nachverpflichtungen (7 nach Saisonbeginn, 2 in der Winterpause) relativiert sich diese anfangs hoch klingende Anzahl. Im Vergleich zu unseren bisherigen Jahren in der 2. Bundesliga liegen wir damit gut zwischen unserem niedrigsten (2004/05 26 eingesetzte Spieler) und höchstem (2005/06 30 eingesetzte Spieler) Wert. Auch die Menge unserer Torschützen (12) ist durchschnittlich. Bis auf 3 Spiele hat unser Trainer immer alle 3 möglichen Wechsel genutzt, auch ein Grund, weshalb 22 Spieler mehr als 5 Einsätze vorzuweisen haben. Was auffällt, ist, dass die Wechsel vorwiegend streng positionsgetreu durchgeführt werden, das Aufbäumen gegen Niederlagen nie mit einem 3 Stürmer erfolgt. Das kurz vor Spielende ein Verteidiger für einen Stürmer kam, ist dagegen nicht unbedingt  ausgeschlossen.

Tor:

Kaum ein Verein hatte zuletzt 3 verschiedene Stammtorhüter in einer Saison. Dennis Eilhoff, als Nummer 1 von Arminia Bielefeld verpflichtet, war die ersten 9 Saisonspiele unser Torhüter. Mit einer bereits am 2. Spieltag erlittene Kapselverletzung im linken Mittelfingergelenk spielte er aufgrund anfangs fehlender Konkurrenz weiter und verlor nach 18 Gegentoren in 9 Spielen seinen Stammplatz an den nachverpflichteten Wolfgang Hesl. Kurze Zeit später pausierte dann Dennis Eilhoff und was anfangs optimistisch nach einer Pause von 6 Wochen klang, ist inzwischen nach 7 Monaten das Ende seiner Zeit in Dresden geworden. Sein Vertrag wird aufgrund seiner unklaren Situation nicht verlängert. Hoffentlich ist sein Einsatz für Dynamo nicht das Ende seiner Karriere geworden?!

Wolfgang Hesl übernahm am 10. Spieltag den Platz im Tor und wurde durch seinen grandiosen Einstand durch den Sieg gegen den TSV 1860 München gleich erfolgreich in die Mannschaft eingeführt. Bis zur Winterpause kassierte er in 10 Spielen 16 Gegentore und war in der Winterrangliste der Zweitligatorhüter im Kicker sofort im “Blickfeld” gelandet. Trainer Ralf Loose stärkte ihm zusätzlich in der Winterpause durch sein klares Bekenntnis zu Wolfgang Hesl als Nummer 1 im Dynamotor den Rücken. Doch am 3. Spieltag nach der Winterpause brach sich Hesl im Spiel gegen den SC Paderborn den kleinen Finger der linken Hand.

So kam es zur eigentlich nicht mehr erwarteten neuen Chance für Benjamin Kirsten. Am Saisonanfang verärgerte dieser Ralf Loose durch eine mutmaßlich zu lang verschwiegene Schambeinverletzung, welche die Torwartnot in den ersten Saisonspielen erst heraufbeschwor. Doch Benjamin Kirsten nutzte seine Chance als Rückhalt in einer immer sicherer werdenden Defensive der Dresdner. Nach seinem Debüt in Paderborn spielte Dynamo Dresden plötzlich die folgenden 3 Spiele allesamt zu Null und Kirsten kratzte sogleich am bisherigen Dresdner Zweitligarekord der “meisten Spielminuten ohne Gegentor”. Mit 273 gegentorfreien Minuten fehlten letztendlich 40 an der bisherigen Bestzeit (gehalten von Ignjac Kresic). Benjamin Kirsten hielt stark und schaffte es mit einer sicher stehenden Defensive, in seinen ersten 6,5 Zweitligaspielen 4x zu Null zu spielen. So verwunderte es nicht, als nach seiner Genesung Wolfgang Hesl erstmal auf der Bank Platz nahm, während Kirsten weiterhin spielte. 12 Gegentore in 13 Saisoneinsätzen sind letztendlich eine erstaunliche Quote für einen Spieler, der anfangs als Sohn eine Legende für die 2. Mannschaft verpflichtet wurde.

Durch die langwierigen Verletzungen unserer Torhüter saß Axel Mittag, Torwart der 2. Mannschaft, in 10 Saisonspielen auf der Bank.

Zur neuen Saison werden wir uns jedoch wieder an neue Gesichter gewöhnen müssen. Während der Vertrag von Dennis Eilhoff nicht verlängert wird, hat Wolfgang Hesl seinen gekündigt.

Verteidigung:

52 Gegentore sind es letztendlich für Dynamo Dresden geworden, ein respektabler Wert nachdem wir bis zur Winterpause in 19 Spielen bereits 34 erhalten haben. Während am Anfang aufgrund fehlender Spieleralternativen experimentiert wurde und ab Mitte der Hinrunde sich die neuen Spieler an die 2. Bundesliga und aneinander gewöhnen mussten, gab es nach der Winterpause einen festen Defensivkern.

“Chef” dieser Defensive war unser neuverpflichteter Innenverteidiger Romain Bregerie. Mit 31 Sasioneinsätzen (1 Tor) war er schnell in der neuformierten Mannschaft anerkannt und zu Beginn der Rückrunde gegen den FC Energie Cottbus sogar Kapitän. Anerkannt war er auch beim Kicker. Nicht weniger als 7x stand er dort in der Elf des Tages, nur 3 Spieler hatten mehr Nominierungen!

Ebenfalls aus Frankreich und vom FC Metz kam Bregeries Mannschaftskollege Cheikh Gueye, der mit 31 Saisoneinsätzen als Rechtsverteidiger schnell unumstritten war.

Innenverteidiger Florian Jungwirth brachte es auf 26 Einsätze, ein guter Wert, jedoch mit nur 4 Spielen 2012 von Anfang an wird er sich mehr ausgerechnet haben. Ralf Loose betont immer wieder, dass Innenverteidiger groß sein müssen, große Wertschätzung genießt Jungwirth mit seinen 181 cm nach außen hin nicht. Gegen Ende der Saison wurde das Interesse vom SC Paderborn publik, hoffentlich bleibt es nur beim Interesse!

Toni Leistner überraschte wahrscheinlich die meisten Fans, als er zu Beginn der Saison in Cottbus als Rechtsverteidiger in der Startelf stand, auch am letzten Spieltag stand er beim Abpfiff in Frankfurt auf dem Platz, doch leider gab es für ihn in der gesamten Saison nur 3 Einsätze in der 1. Mannschaft. Trotzdem hat er seinen Vertrag in Dresden verlängert, hoffentlich gibt es in der neuen Saison mehr “Spielzeit” für ihn!

Jens Möckel ist unser Saisonmissverständnis. Verpflichtet vor dem Aufstieg, reichte es für ihn nur 2x für die Bank, ansonsten hörte man von ihm wenig und vom Verein nur, ihm bei einem möglichen Wechsel keine Steine in den Weg legen zu wollen. Alles Gute, Jens!

In der Winterpause wurde mit Vujadin Savic aus Bordeaux ein weiterer Innenverteidiger ausgeliehen. Mit 1,94 m entsprach er dem looseschen Gardemaß. 12 Einsätze in einer stabilen Rückrundenabwehr rechtfertigen seine Leihe, eine weitere wird derzeitig angestrebt.

Alexander Schnetzler ist unser Joker des Jahres. Anfang der Saison fand er sich unerwarteterweise auf der Ersatzbank wieder, da unser Trainer von seinen Trainingsleistungen nicht angetan war. Mit 20 kompletten  Einsätzen als Reservist kam er von dort auch nicht mehr runter, außer im Pokal gegen Bayer Leverkusen. Als Einwechsler half er mit, die wohl größte Pokalsensation der letzten Jahre zu schaffen. Ironie der Geschichte, er schoss das 4:3 wodurch Chaikh Gueye als sein direkter Konkurrent verpflichtet werden konnte. An dem kam er die gesamte Saison nicht vorbai und nur eine 5. gelbe Karte bewirkte, dass Alexander Schnetzler mit 1 Ligaeinsatz am 23. Spieltag überhaupt in der Zweitligastatistik Dynamo Dresdens auftauchen wird!

Auch Sebastian Schuppan wurde sein Einsatz am Anfang der Saison fast zum Verhängnis. Mit rezidivierenden Muskelkrämpfen schleppte er sich durch mehrere Ligaspiele am Anfang der Saison und sah dabei verständlicherweise auch nicht besonders gut aus. Dies alles führte dazu, dass auf seiner Position als Linksverteidiger mit Muhamed Subasic ein weiterer Spieler verpflichtet wurde. Sebastian Schuppan verlor nach 6 Spieltagen seinen Stammplatz und wurde die kommenden 11 Spiele nur 3x eingewechselt. Erst als sein Konkurrent mit Leistenproblemen ausfiel, kehrte Schuppan zurück und stabilisierte zuerst sich und dann auch unseren Abwehrverbund. 26 Spiele (1 Tor) und ein neuer Vertrag in Dresden, Schuppan hat es geschafft!

Innenverteidiger Martin Stoll hat ähnliches Pech wie Jens Möckel, auch er wurde vor feststehendem Aufstieg für die 3. Liga verpflichtet. Nichtsdestotrotz war er zu Beginn der Saison Stammspieler und als der Kicker von ihm als “die Konstante” im Spiel der Dresdner sprach, verlor er seine Position in der Stammelf an Florian Jungwirth und sogar seinen Bankplatz nach der Winterpause. 11 Spiele (1 Tor) aber nie eine neue Chance über mehr als ein Spiel, die Wege von Martin Stoll und Dynamo Dresden werden sich im Sommer mutmaßlich trennen.

Am letzten Tag der offenen Transferliste stieß schließlich mit Muhamed Subasic ein weiterer Linksverteidiger zur Mannschaft. In seinem 1. Spiel gelangen ihm 2 Tore und setzten die Erwartungshaltung in ihn sehr hoch. Licht und Schatten wechselten sich ab, Ballgewinnen nach Zweikämpfen folgten Fehlpässe mit nach unten hängendem Kopf und irgendwann kam es mir so vor, als ob er keine Pause bekam, weil Sebastian Schuppan nicht mehr zugetraut wurde. Nach seinen Leistenproblemen und einer notwendigen OP in der Winterpause verlor er seinen Stammplatz und so spielte er in der Rückrunde nur noch ein einziges Spiel von Beginn an. Insgesamt 17 Saisonspiele (3 Tore) und durchaus vorhandenes Potential scheinen eine Weiterverpflichtung nicht auszuschließen. Ob es jedoch finanziell machbar erscheint, ist eher ausgeschlossen!

Mittelfeld:

Ich habe das Gefühl, als ob die sich Zeit von Stammspieler Cristian Fiel so langsam dem Ende neigt. In der Hinrunde durch eine rote Karte und mehrere Blessuren gehandicapt, ist er auch in der Rückrunde nicht unbedingt der Chef im defensiven Mittelfeld geworden. Für die Mannschaft als Person ist er dennoch unverzichtbar! 24 Saisonspiele (1 Tor) sind es letztendlich geworden, wobei er immer seltener 90 Minuten auf dem Platz steht.  Wird im defensiven Mittelfeld gewechselt, geht er eher öfter als David Solga oder er ist gar der, der eingewechselt wird, wie in den letzten 6 Saisonspielen 4x geschehen.

Nachwuchsspieler Marcel Franke hätte solche Sorgen gern, bisher ist er Ralf Loose noch etwas zu grün und mit gerade einem Einsatz auf der Bank im Hinspiel gegen Duisburg wird er es wohl leider auch noch in der nächsten Saison bleiben!

Marcel Heller hatte viel Pech in Dresden. Die ersten Spiele im rechten oder auch linken Mittelfeld nervös und hektisch, wurde an ihm von unserem Trainer ein Exempel statuiert, als er wegen eines Staus zu spät zur Spielvorbereitung gegen den 1. FC Union Berlin kam. Später gab Loose zu, dass Heller nicht der Einzige war, wahrscheinlich aber der am ehesten verzichtbare Spieler. Unglücklich war sicherlich auch sein Interview nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt, als er überhaupt nicht verstehen konnte, gegen seinen Exverein nicht von Beginn an gespielt zu haben. In der Winterpause, schien sich dann der Marcel Heller zu entwickeln, den Dynamo dachte, im Sommer verpflichtet zu haben, doch dann riss sein Syndesmoseband und die Rückrunde fand ohne ihn statt. So blieb es bei 15 Saisoneinsätzen und einem auslaufenden Vertrag, der nicht verlängert wird. Alles Gute, Marcel!

Mit Lars Jungnickel wird Dynamo einen bei Dynamo ausgebildeten ehemaligen Jugendspieler verlieren. Als anfänglicher Stürmer rutschte er über die Jahre zuerst ins defensive Mittelfeld und dann weiter auf die Position des Rechtsverteidigers. Diese Vielseitigkeit führte zur Vertragsverlängerung, seine Verletzungsanfälligkeit dazu, dass er nach einer Infektion aus dem Kader rutschte und nicht wieder zurückfand. 2 Einwechslungen und nicht eine Berücksichtigung 2012 werden wahrscheinlich zu einer neuen Aufgabe außerhalb der 1. Mannschaft führen!

Ein weiteres Eigengewächs, Maik Kegel, hat Dynamo bereits verlassen. Seine eigentliche Position als offensiver Mittelfeldspieler ist in Dresden derzeit nicht mehr vorgesehen. Außerdem haftet ihm ein Phlegma an, dass er in Dresden einfach nicht mehr los wird. 12 Einsätze, davon keiner über volle 90 Minuten und regelmäßige öffentliche Rüffel vom Trainer haben ihn dazu bewogen, dass Kapitel Dynamo zu beenden. Alles Gute in Chemnitz!

Ebenfalls kaum eine Zukunft in Dresden wird unser Leihspieler Marvin Knoll haben. Da wird das letzte Wort wohl nach den Relegationsspielen von Hertha BSC folgen. Das sich bei jungen Spielern Licht und Schatten abwechseln, ist vorhersehbar, doch so viel Schatten gab es bei Marvin Knoll meiner Meinung nach nicht. 11 Spiele (1 Tor) sind für einen linken Mittelfeldflitzer, der sich in Dresden weiter entwickeln sollte, jedoch zu wenig. In Erinnerung bleiben wird jedoch sein Galaauftritt gegen den 1. FC Union Berlin: 1 Tor und 2 Vorlagen!

Robert Koch ist einer der Überraschungen der Saison. Ich hätte niemals gedacht, dass am Ende 31 Spiele, 8 Tore und 6 Vorlagen in seiner Saisonbilanz stehen würden. Ursprünglich Stürmer, so ist er inzwischen im rechten Mittelfeld, bei Bedarf auch links zu Hause. Und er weiß sich auch zu behaupten. Mit 8 gelben und 1 gelb-roten Karte ist er jedoch auch manchmal ein Heißsporn. Klar, dass die Interessenten Schlange stehen, ob es aber wirklich Schalke 04 oder Borussia Mönchengladbach sind, wage ich zu bezweifeln. Hoffentlich bleibt er!

Gar nicht mehr zu dieser erfolgreichen Saison beitragen durfte Gerrit Müller. Nach seinem im Relegationsrückspiel in Osnabrück erlittenen Kreuzbandriss werden sich die Wege von Dynamo und ihm leider im Sommer trennen.

Giannis Papadopoulos ist der Spieler im defensiven Mittelfeld, der vorerst unseren Kapitän in die zweite Reihe verdrängt hat. Mit 24 Saisoneinsätzen hat er genau die Anzahl von Cristian Fiel erreicht, aber gefühlsmäßig hat er inzwischen die Nase vorn. Es deutete sich zu Beginn der Rückrunde an und verdichtete sich am Ende der Saison, als griechischer Nationalspieler ist Papadopoulos auch kein Leichtgewicht!

Vor der Saison wurde ihm der Wechsel nahegelegt, inzwischen ist für Dynamo eine Verlängerung des Vertrages von Sascha Pfeffer nicht gänzlich unvorstellbar. Mit 10 Saisoneinsätze (1 Tor) ist er auf alle Fälle immer wieder eine Alternative im rechten Mittelfeld. Und wenn er dann mal ran darf, und sei es noch so kurz, dann steht er unter Strom. Nicht umsonst hat er sich seine 2 gelben Karten in 2 Spielen geholt, in denen er einmal 3 und einmal 4 Minuten ran durfte! Zwar bemängelt Ralf Loose fehlende Flexibilität, da unser Trainer jedoch auch meist unflexibel wechselt, kommt es hoffentlich zur Verlängerung des Vertrages!

Unser Dauerrenner im defensiven Mittelfeld ist David Solga. Irgendwie habe ich ihn anfangs immer etwas unterschätzt, aber defensiv hat er eine hervorragende Saison gespielt. Mit 33 Saisoneinsätzen hat er die meisten in diesem Jahr gesammelt, ein Tor blieb ihm leider verwehrt.

Filip Trojan ist ein Glücksgriff für unseren Verein gewesen. Zwar denkt man bei 15 Auswechslungen zuerst an einen Kurzarbeiter oder an einen unzufriedenen Trainer, aber wer in 32 Einsätzen neben 2 Toren auch 9 Torvorlagen gibt, der hat seine Aufgabe gut erfüllt. Mit seiner Vertragsverlängerung hast er sich bei den Fans sehr beliebt gemacht! Noch mindestens 2 Jahre bleibt er uns erhalten.

Clemens Walch hat sich sicherlich mehr von seiner Zeit in Dresden erhofft. Nach der Verletzung von Marcel Heller nachverpflichtet, kam er nur zu 5 Einsätzen, von denen keiner über die volle Distanz ging. Ich habe dieses Leihgeschäft nie verstanden, vor allem, weil wir im rechten Mittelfeld mit Sascha Pfeffer und Gerrit Müller auch Alternativen für die Zeit der Verletzung von Marcel Heller gehabt hätten?!

Angriff:

Der Brasilianer Cidimar kam als Notnagel und zog im Winter aufgrund fehlender Perspektive weiter, um mit Aalen aufzusteigen. Er überbrückte in 3 Saisoneinsätzen die Zeit der Sperre von Pavel Fort und hatte nach den Nachverpflichtungen im Sturm keine Perspektive mehr.

Am Ende der Wechselfrist im Sommer kam Zlatko Dedic aus Bochum nach Dresden und anfangs hatte wahrscheinlich nicht nur ich ein Problem mit seiner Spielweise. Sein egoistisches Spiel und die rasche Tieffliegerei, (wenn man die rosarote Fanbrille mal absetzt), vor allem jedoch das Tor, welches er Pavel Fort auf St. Pauli nahm, festigten einen Ruf, welchen er in der Rückrunde lächelnd zunichte machte. Am Ende herrscht viel Wehmut, dass uns Zlatko Dedic nach 27 Spielen und 13 Saisontoren wieder verlässt.

Einziger nomineller Stürmer am Anfang der Saison war Pavel Fort. Auch an ihn musste ich mich anfangs gewöhnen und mit 5 Toren in 24 Einsätzen (dabei 16 Einwechslungen!) hat er seine Aufgabe blendend erfüllt. er war immer eine Alternative und manchmal hätte ich mich gefreut, wenn er mehr Chancen von Beginn an erhalten hätte oder auch mal als 3 Stürmer bei Rückständen “hinzu statt für” gekommen wäre!

3 Tore gegen den TSV 1860 München genügten, um aus Mickael Poté einen Liebling der Fans zu machen. Inzwischen ranken sich um ihn nach seiner erfolgreichen Saison zunehmend Wechselgerüchte. Er war zu Zlatko Dedic in diesem Jahr ein guter Sturmpartner, irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass einer bestimmt treffen wird. Mit 12 Treffern in 27 Einsätzen war das ja auch oft der Fall!

Premieren, Jubiläen und Dauerbrenner

1, Saisonpremiere für Alexander Schnetzler nach 20×90 Minuten Ersatzbank. Herzlichen Glückwunsch, Alex!

2, unser Dauerbrenner David Solga stand bei seinen 33 Saisoneinsätzen genau 2x nicht in der Startelf, beide Male gegen den FSV Frankfurt.

9, das heutige Unentschieden ist das 9. der Saison und damit neuer Höchstwert. Die meisten Unentschieden gab es bisher in der Saison 2005/06 mit 8.

13/20/50, Zlatko Dedic erzielte heute nicht nur seinen 13. Saisontreffer, sondern auch das 20. Auswärts- sowie ebenfalls das 50. Saisontor der SGD.

150, in der 73. Spielminute kassierte unser Torhüter Benjamin Kirsten das 150. Gegentor in der dynamischen Geschichte der 2. Bundesliga.

Statistik des 34. dynamischen Spieltages

34. Spieltag, 06.05.2012, 13:30

FSV Frankfurt – SG Dynamo Dresden 1:0 (0:0)

Zuschauer: 8 071

Benjamin Kirsten – Alexander Schnetzler (86. Toni Leistner), Martin Stoll, Florian Jungwirth, Sebastian Schuppan – Giannis Papadopoulos, Cristian Fiel (86. David Solga), Robert Koch (86. Sascha Pfeffer), Filip Trojan  – Zlatko Dedic, Mickael Poté

Bank: Wolfgang Hesl, Vujadin Savic, Muhamed Subasic, Marcel Heller

Tore: 0:1 Zlatko Dedic (58.), 1:1 Ilijan Micanski (73.)

06.05.2012 FSV Frankfurt – SG Dynamo Dresden

Ein Nachteil der 2. Bundesliga ist das viel zu rasche Saisonende. Haben wir in der 3. Liga 38 Saisonspiele gehabt und dann noch eine dramatische Relegation mit Glücksgefühlen dran gehangen, so ist am kommenden Sonntag definitiv Schluss. Ich hätte gern noch ein paar Spiele drangehangen. Nun heißt es wieder Abschied nehmen, denn laut Ralf Loose steht uns der nächste Umbruch bevor. Kein Wunder bei 5 Leihen (Subasic, Walch, Dedic, Savic, Knoll), mehreren Spielern, die des Trainers Ansprüchen nicht genügen (Müller, Kegel, Möckel, Stoll, Jungnickel, Pfeffer (?)), langwierigen Verletzungen (Eilhoff), gezogenen Kündigungsklauseln (Hesl) oder immer wieder auftauchenden und befeuerten  Abgangsgerüchten (Poté). Mal sehen, wer denn nun eigentlich bleibt und wer dazukommen wird. Spannende Wochen liegen vor uns!

Aber zuvor gibt es ein letztes Spiel gegen den FSV Frankfurt, ein Spiel mit nahezu unbekannten Gegner und keinerlei Historie. Bisher gab es eine einzige Begegnung in Dresden und die endete 2:2.

Der FSV Frankfurt ist eine erfahrene “Zweitligaabstiegskampfmannschaft”. Auch, wenn der Stammkader immer wieder ausgetauscht wird, die Mannschaft nimmt auch schwierigste Bedingungen an und meistert sie erfolgreich. Wie die Hinrunde in dieser Saison mit gerade 14 Punkten und 2 Auswärtssiegen. Erst am 23. Spieltag gab es gegen den Karlsruher SC den ersten Heimdreier und dieser brach den vermeintlichen Fluch. Siege gegen den TSV 1860 München und Alemannia Aachen folgten und seit Karlsruhe sind die Frankfurter seit 6 Heimspielen unbesiegt.

Seit dem Aufstieg der kleineren Frankfurter Mannschaft 2008 ist unser letzter Gegner auf 38 Saisonpunkte festgelegt. 2008/09, 09/10 und 10/11 war es jedesmal dieselbe Summe an Punkten. Ob es ein Vor- oder Nachteil ist, dass es dieses Jahr mit aktuell 34 erreichten Punkten definitiv keine 38 mehr werden, weiß ich nicht. Auf alle Fälle werden sie motiviert genug sein, ihre Saison nicht mit mehr Heimniederlagen (4) als Siegen (3) zu beenden.

Das Stadion wird am Sonntag laut der Homepage des Gastgebers nahezu ausverkauft sein, was eher ungewöhnlich ist. Mit einem Schnitt von 5 100 Zuschauern sind sie der am schlechtesten besuchte Zweitligist Deutschlands. Auch ihr Heimspiel gegen den großen Bruder Eintracht in deren Stadion vor mehr als 50 000 zahlenden Gästen ändert nichts an der bestehenden Zuschauertristesse.

Einen Blick mehr sollte unsere Verteidigung auf den Frankfurter Leihspieler Ilijan Micanski werfen, der in der Rückrunde 8 Tore erzielte. Zweiter Torjäger ist Macauley Christantus mit ebenfalls 8 Saisontoren, der jedoch in der Rückrunde nur noch als Einwechsler zum Zug kommt.

Ich hoffe auf ein letztes schönes Spiel mit einem Dresdner Sieg, kann aber auch mit einem Unentschieden beruhigt die Saison beenden. Am spannendsten finde ich die Frage, ob Alexander Schnetzler noch sein Ligaspiel bekommen wird. Cheikh Gueye hat mit seiner 5. gelben Karte ja gute Vorarbeit geleistet…

Besser als der VfB Stuttgart und Eintracht Braunschweig, die Zahlen des 33. Spieltages

8, wir haben am 33. Spieltag unsere beste Saisonplatzierung erreicht. Mit Tabellenplatz 8 sind wir aktuell auch der beste Aufsteiger vor Eintracht Braunschweig. Der 3. Aufsteiger, der FC Hansa Rostock, ist heute leider endgültig abgestiegen.

15, Zlatko Dedic ist heute zum 15. Mal in dieser Saison ausgewechselt worden. Damit ist er zusammen mit Filip Trojan meist zuerst unter der Dusche.

20, Alexander Schnetzler war heute zum 20. Mal im Kader und verbrachte auch dieses Spiel 90 Minuten auf der Bank. Am letzten Spieltag besteht durch die 5. gelbe Karte von Cheikh Gueye aber eine realistische Chance auf seinen 1. Saisoneinsatz.

49, Robert Koch schoss heute das 49. Saisontor. Unsere bisherige Bestleistung aus der Saison 2004/05 stand bei 48 Saisontoren. Außerdem war sein 1:0 das 30. Heimtor, damit die die bisherige Bestleistung (ebenfalls 2004/05) egalisiert worden.

82, in der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga haben wir heute den VfB Stuttgart abgehangen und damit Platz 82 erobert. Wie viele Spiele der VfB für seine 133 Zweitligapunkte benötigt hat, erwähne ich lieber nicht! http://www.weltfussball.de/ewige_tabelle/2-bundesliga/

1029, noch einmal Robert Koch. Nachdem er in der Hinrunde nach Belieben traf, ist sein heutiges Tor das erste nach seinem 1:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth. Anders ausgedrückt, er beendete heute seine torfreie Zeit von 1029 Minuten.

422 420, Wahnsinn! 422 420 Besucher zählte Dynamo in dieser Saison. Die 41 738 Geister gegen Ingolstadt sind dabei noch nicht einmal einberechnet!

Statistik des 33. dynamischen Spieltages

33. Spieltag, 29.04.2012, 13:30

SG Dynamo Dresden -FC St. Pauli 1:0 (0:0)

Zuschauer: 29 184

Benjamin Kirsten – Cheikh GueyeRomain Bregerie, Florian Jungwirth, Sebastian Schuppan (70. Muhamed Subasic) – Giannis Papadopoulos (68. Cristian Fiel), David Solga, Robert Koch, Filip Trojan  – Zlatko Dedic (82. Vujadin Savic), Mickael Poté

Bank: Wolfgang Hesl, Alexander Schnetzler, Sascha Pfeffer, Marcel Heller

Tore: 1:0 Robert Koch (54.)

29.04.2012 SG Dynamo Dresden – FC St. Pauli

” Alles kann, nichts muss”, was wie eine Anzeige im gewerblichen Markt des Horizontalen klingt, ist das von Trainer Andre Schubert ausgegebene Motto des letztjährigen Bundesligaabsteigers FC St. Pauli, unseres letzten Saisongegners in einem Heimspiel der 2. Bundesliga. Es ist alles für ein großartiges Spiel vorbereitet. Der Wetterbericht sagt hochsommerliche Temperaturen von 28 Grad voraus und das Stadion war nach 4 Minuten freien Verkaufs bereits restlos gefüllt, wodurch mehr als 400 000 Zuschauer (ohne die Ingolstädter Geister) in dieser Saison die Spiele von Dynamo Dresden gesehen haben werden! Wahnsinn!

“Alles kann, nichts muss”, sollte wohl den Aufstiegsdruck mindern, den ein Absteiger wohl immer spürt, wenn er von “oben” in eine niedere Liga schlittert. Und genau so spielt St. Pauli auch seine Zweitligasaison: Immer irgendwie dabei, jedoch nie vornweg. Manschmal fehlten nur die Tore, meist 1-2 Punkte. Ab dem 9 Spieltag ist der 4. Tabellenplatz für die Hamburger reserviert, egal, ob Eintracht Frankfurt, die SpVgg Greuther Fürth, Fortuna Düsseldorf oder der SC Paderborn sich vor (und hinter) ihnen abwechseln. 17 Spieltage auf Platz 4, 3x Platz 5 und nur 2x Platz 3 und 1x Platz 2 zeigen, dass es wohl eher unwahrscheinlich ist, dass St. Pauli jetzt am Ende der Saison, in der “Alles kann, nichts muss!” endlich einmal ergebnistechnisch durchzieht.

Während unser Gegner mit 36 Hinrundepunkten genau die doppelte Menge wie wir Dresdner holte, so sind wir in der Rückrunde beide bei 23 Zählern angekommen. Dies ist für uns als Aufsteiger sehr respektabel, für Pauli aber eindeutig zu wenig. Ähnlich wie unser letzter Heimspielgegner Fortuna Düsseldorf, profitieren die Kiezkicker von ihrer tollen Vorrunde. Hätten sie diese irgendwie bestätigen können, so wären sie wahrscheinlich bereits aufgestiegen.

Im Hinspiel beim 3:1 am 27.11.2011 siegten die Hamburger erstmals gegen uns, in Dresden gab es für sie außer 2 Niederlagen und 0:4 Toren noch gar nichts mitzunehmen. Motiviert dürften am Sonntag beide Mannschaften sein. Pauli möchte gern gewinnen und wird parallel auf einen nicht ausgeschlossenen Ausrutscher der Düsseldorfer in Fürth hoffen. Auch Dynamo möchte noch etwas erreichen: http://www.dynamo-dresden.de/de/aktuelles/presse/details/artikel/goldene-ananas-es-geht-noch-um-zwei-titel-viel-fernseh-geld.html Die Titel als bester Aufsteiger oder erfolgreichste Ostmannschaft sind sicherlich nicht schlecht, jedoch benötigen wir mindestens noch einen Punkt, um nicht die schlechteste Heimrunde in der 2. Bundesliga gespielt zu haben! (2005/06, 27 Punkte, 26:22 Tore, 8-3-6, derzeit 26 Punkte, 29:20 Tore, 7-5-4)

Doch gehen wir das Spiel ganz entspannt an. Schön, wenn Ziele erreicht werden, aber wie sagte der große Motivator Andre Schubert: “Alles kann, nichts muss!”

Auf ein Wiedersehen 2012/13?!

Harte Kerle und neue Bestleistungen, die Zahlen des 32. Spieltages

8, Harte Kerle! Robert Koch ist aktuell der eifrigste Sammler von nungelben Karten (außerdem gab es noch 1x gelbrot) in unserer Mannschaft. Gegen René Beuchel und Karsten Oswald ist er jedoch fast schon harmlos. Beuchel schaffte in der Saison 2004/05 11 gelbe und 1 rote Karte, 2005/06 kamen noch 7 gelbe und 1 rote Karte hinzu. Ähnlich Karsten Oswald: 13x gelb 2004/05, verletzungsbedingt gab es dann 2005/06 nur 3 gelbe sowie 1 gelbrote Karte.

11, Sebastian Schuppan ist der 11. Spieler, der in dieser Saison ein Tor für Dynamo (derzeit 48 Saisontore) erzielte. Klingt im ersten Moment nach einer Mannschaft, die schwer auszurechnen ist, jedoch haben sich sämtliche Tore seit dem Hinrundensieg gegen den Karlsruher SC am 29.10.2011 Zlatko Dedic (10 Treffer ), Mickael Poté (8 Treffer), Pavel Fort (2 Treffer ) und Robert Koch (2 Treffer ) (sowie einem Eigentor von Marc Heitmeier, FSV Frankfurt geteilt. Übrigens teilten sich 2005/06 14 Dresdner Spieler 39 Saisontreffer.

100 Zweitligaspiele, Platz 83. in der ewigen Zweitligatabelle und es geht weiter! Vielleicht überholen wir am kommenden Sonntag den VfB Stuttgart…

Neue Bestleistungen:

15, In der 3. Zweitligasaison erreichte Dynamo Dresden erstmals 15 Auswärtspunkte.

19, auch 19 Treffer auf dem Platz des Gegners gibt es nun erstmals in unserer Zweitligahistorie.